Abschied nehmen — Bestattung und Trauerbegleitung

Wenn ein Mensch stirbt, bricht für die Angehörigen eine schwere Zeit an. Trauer, Schmerz und Überforderung gehören dazu. Wir als Gemeinde möchten Sie in dieser Zeit begleiten — praktisch, seelsorgerlich und im Gebet.

Ein Trauerfall — was ist jetzt zu tun?

Wenn ein Angehöriger verstorben ist, stehen zunächst einige organisatorische Schritte an: Nehmen Sie Kontakt zu einem Bestattungsunternehmen auf. Dieses übernimmt die Überführung und berät Sie zu Termin, Ort und Form der Bestattung. Rufen Sie außerdem unser Pfarramt an, um ein Trauergespräch zu vereinbaren. Wir melden uns zeitnah bei Ihnen:

Pfarramt St. Lukas Telefon: +49 89 212686-0 E-Mail: info@sanktlukas.de

Das Trauergespräch

Der Pfarrer oder die Pfarrerin nimmt sich Zeit für Sie. Im Trauergespräch können Sie über das Leben des Verstorbenen sprechen, Ihrer Trauer Ausdruck geben und gemeinsam die Trauerfeier gestalten. Dabei wählen Sie biblische Texte, Lieder und Gebete aus und können weitere Wünsche äußern — etwa zur musikalischen Gestaltung oder zu persönlichen Beiträgen von Angehörigen und Freunden.

Die Trauerfeier

Eine evangelische Trauerfeier kann in verschiedenen Formen stattfinden:

Erdbestattung — Die Trauerfeier findet in der Aussegnungshalle des Friedhofs oder in unserer Kirche statt. Anschließend wird der Sarg zum Grab geleitet und beigesetzt.

Feuerbestattung mit Urnenbeisetzung — Nach der Einäscherung findet die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof statt, begleitet von einer Andacht am Grab. Auch hier kann zuvor eine Trauerfeier in der Kirche oder der Aussegnungshalle gehalten werden.

Trauergottesdienst in der Kirche — Auf Wunsch kann die Trauerfeier als Gottesdienst in St. Lukas oder einer unserer anderen Kirchen gefeiert werden. Das bietet Raum für Orgelmusik, Chorgesang und eine würdige Gestaltung auch im großen Rahmen.

Sprechen Sie mit dem Bestattungsunternehmen und unserem Pfarramt über die Möglichkeiten, die zu Ihnen und Ihrem Verstorbenen passen. Auch eine verlängerte Trauerzeit oder besondere musikalische Wünsche sind möglich.

Nach der Beerdigung

Wenn die Trauerfeierlichkeiten vorbei sind und die Verwandten und Freunde abgereist sind, wird der Schmerz des Verlustes oft erst richtig spürbar. Der Pfarrer oder die Pfarrerin besucht Sie auf Wunsch auch in dieser Zeit.

Am Sonntag nach der Beerdigung wird im Gottesdienst für den Verstorbenen gebetet. Am Ewigkeitssonntag, dem letzten Sonntag vor dem 1. Advent, wird sein Name noch einmal genannt, eine Kerze entzündet und ein Gebet gesprochen.

Haus am Ostfriedhof — offene Anlaufstelle für Trauernde Am Ostfriedhof betreiben wir als Kirche gemeinsam ein trauerpastorales Zentrum: das Haus am Ostfriedhof. Hier sind Seelsorgerinnen und Seelsorger vor Ort — ohne Termin, ohne Anmeldung. Sie können einfach vorbeikommen, einen Kaffee trinken und ins Gespräch kommen oder für sich sein. Das Haus steht allen Menschen offen, unabhängig von Konfession oder Kirchenzugehörigkeit.

Haus am Ostfriedhof, St.-Martin-Straße 39, 81541 München
Seelsorge: Montag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr
Telefon: +49 89 2137-77551 Webseite: www.haus-am-ostfriedhof.de

Café für die Seele — unser Trauercafé Wer nach einem Verlust Gemeinschaft und Austausch sucht, ist im “Café für die Seele” willkommen. Das Trauercafé ist ein Treffpunkt für Menschen, die einen nahestehenden Menschen verloren haben. Bei Kaffee und Kuchen finden Sie jemanden, der zuhört.

Das Café für die Seele findet jeden ersten Montag im Monat von 15 bis 17 Uhr im Evangelischen Forum statt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter service@ebw-muenchen.de oder telefonisch unter +49 89 55 25 80-0.

Café für die Seele im Evangelischen Forum, Herzog-Wilhelm-Straße 24
Weitere Informationen: Café für die Seele

Seelsorge und Begleitung

Unabhängig von einem konkreten Trauerfall sind wir jederzeit für Sie da — bei schwerer Krankheit, in persönlichen Krisen oder wenn Sie einfach jemanden zum Reden brauchen. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite Seelsorge.

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